„Dysphonie“ ist der medizinische Begriff für eine Beeinträchtigung der Stimme. „Spasmodisch“ bedeutet krampfartig auftretend.
Die Spasmodische Dysphonie (auch „Stimmritzenkrampf“ oder „Stimmstolpern“ genannt) ist eine seltene neurologisch bedingte Stimmstörung. Beim Sprechen kommt es zu krampfartigen Fehlaktivitäten der an der Stimmgebung beteiligten Muskeln. Dies führt zu einer typischen Veränderung des Stimmklangs.
Es gibt zwei Haupttypen des Krankheitsbildes (Adduktor- und Abduktortyp) die sich in der Ausprägung der Symptome etwas unterscheiden, dazu Mischtypen, die durch einen erfahrenen Phoniater klassifiziert werden können.
Die Spasmodische Dysphonie ist mit einer Inzidenz von 1:100.000 Fällen eine sehr seltene Erkrankung, die Männer wie Frauen gleichermaßen trifft, Frauen jedoch häufiger. Meist beginnt die Krankheit nach dem 50. Lebensjahr, kann jedoch (wie bei mir) auch schon früher auftreten.
Die Ursache dieser Erkrankung ist bisher nicht bekannt. Vermutet werden als Auslöser unter anderem Virusinfekte oder eine genetische Disposition, dies ist jedoch bisher nicht sicher nachgewiesen.
Wie klingt die Stimme bei Spasmodischer Dysphonie?
Die Stimme klingt je nach Dysphonietyp gepresst und heiser, manchmal auch knarrend zu Beginn des Sprechens (Adduktortyp) oder hauchig und kraftlos (Abduktortyp).
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass oft vermutet wird, dass ich heiser oder erkältet bin.
Wenn die Dysphonie sehr ausgeprägt ist, ist das Sprechen anstrengend, da die Stimmlippen „unbeweglich“ sind und schlecht in dem von der Lunge erzeugten Luftstrom mitschwingen können. Es fühlt sich an, als würde man gegen einen Widerstand ansprechen. Dies ist körperlich sehr anstrengend, da die Halsmuskulatur beim Sprechen stark angespannt wird zur Tonerzeugung. Es sollte unbedingt auf längere Sprechpausen geachtet werden.
